Voller Begeisterung begrüßen die Schülerinnen und Schüler der Schanzschule am Morgen unseren Schulhund "Lou", der sich in den vergangenen Monaten in die Herzen der Kinder geschlichen hat.
Lou ist in aller Munde und sein Fanclub an der Schule wird von Tag zu Tag größer. Dass Lou mit in die Schule kommen darf, ist für alle etwas ganz Besonderes und selbst die reine Anwesenheit des Tieres verändert auf positive Art und Weise den Schulalltag, denn alle sind sich einig: Lou muss man einfach gerne haben!

Freudig wedelnd läuft Lou durch das Klassenzimmer, untersucht Schultaschen nach gut duftenden Vesperbroten, schnüffelt interessiert an den Schülerinnen und Schülern und kann sich vor geballter Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten kaum retten- alle lieben ihn, den großen schwarzen Labrador-Mischling, der seit Beginn des Schuljahres als Schulhund an der Schanzschule eingesetzt wird.
Da Lou schon von Geburt an, in Kontakt mit Kindern war, hat er eine Gabe sehr sanft und geduldig mit ihnen umzugehen. Sein freundliches Wesen und seine verschmuste Art kommen bei den Schülerinnen und Schülern gut an und finden sehr viel positive Resonanz.
Das Lernen macht mit Hund im Klassenzimmer eindeutig mehr Freude und auch das frühe Aufstehen fällt leichter an Tagen, an denen Lou mit in die Schule kommt.

Die Idee der tiergestützten Pädagogik zeigt in vielen Einrichtungen gute Erfolge und messbare Veränderungen in Bezug auf soziale Aspekte, Stimmungen und die psychische Gesundheit. Kinder lernen durch den Kontakt mit einem Tier Verantwortung zu übernehmen, sowie Rücksichtnahme und Akzeptanz.
Ein Tier hat keine Vorurteile und nimmt jeden urteilsfrei an, dies spüren auch die Kinder.

Nach diesen wenigen Wochen ist eines klar:
Lou baut Brücken und verbindet die Kinder, er schafft einen emotionalen Zugang und erreicht die Schülerinnen und Schüler, wo die Pädagogik an ihre Grenzen stößt, nämlich im Herzen.

     

Janine Johanning
November 2016